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RV Mittlerer Oberrhein

12.05.2014

PRO BAHN: Kreistagsfraktion der CDU setzt das Renommee der Technologieregion durch falsche Verkehrsschwerpunkte aufs Spiel

Obwohl viele CDU-Kandidaten immer wieder in Sprechblasen die besondere Attraktivität des Karlsruher Stadtbahnsystems herausstellen und im Wahlkampf nicht müde werden zu betonen, sie würden auch in Zukunft den öffentlichen Verkehr unterstützen, erklärt jetzt der Fraktionsvorsitzende der Kreistagsfraktion, Josef Offele, in einem Gespräch mit dem BNN-Redakteur Matthias Kuld, dass über zukünftige Einschränkungen im öffentlichen Verkehrsangebot nachgedacht werden sollte. Seine Begründung lautet, um Steuermittel einzusparen. Der 10-Minuten-Takt wird wohl das erste Opfer sein, so Offele, der sich aber keine Sorgen um die Steuermittel (über 100 Millionen Euro) des Bundes macht, wenn er gleichzeitig eine zusätzliche Straßenrheinbrücke mit Anschluss an die B 36 fordert.

Nun wird das Bahnangebot teilweise aus Mitteln des Kreishaushaltes finanziert, während der Brückenbau überwiegend durch den Bund bezahlt würde. Für den Fahrgastverband PRO BAHN sind das aber beides Mittel aus dem Steueraufkommen der Bürger.

PRO BAHN widerspricht dem Fraktionsvorsitzenden und lehnt seine Vorschläge in aller Deutlichkeit ab: „Noch mehr Straßen bedeuten noch mehr Autoverkehr und noch mehr Klagen der unter dem Autoverkehr leidenden Bevölkerung“, so die Position des Fahrgastverbandes. Stattdessen würde ein verbessertes Angebot im öffentlichen Verkehr mehr Menschen dazu bringen die umweltfreundlichen Alternativen Bus- und Bahn zu benutzen. Preisgünstiger als eine zusätzliche Straßenrheinbrücke wäre dieses ÖV-Angebot allemal.

Nutznießer wären alle Bewohner der Region, während die Ausdünnungen, die die CDU-Fraktion ankündigt, nicht nur den Fahrgästen, sondern dem Renommee der gesamten Technologieregion schaden würde. „Ein Blick nach Stuttgart kann auch einem Karlsruher nicht schaden, dort wird derzeit ein zusätzliches Metro-S-Bahnnetz geplant, welches das Stuttgarter ÖV-Angebot noch mehr verbessern wird!“, so der Regionalverband von PRO BAHN in seiner Stellungnahme.

Für den Vorstand:
Gerhard Stolz

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letzte Aktualisierung: 02.05.2017