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21.11.2017

PRO BAHN zum Konflikt zwischen Zughalten und Fahrplanstabilität

Das Ganze im Blick behalten – Pünktlichkeit hat Vorrang!

(Stuttgart (pb)) – Der unabhängige Fahrgastverband PRO BAHN e.V. spricht sich deutlich gegen einen IRE-Halt in Amstetten aus. Die Nachteile für den Rest von Baden-Württemberg wären zu gravierend.

Derzeit wird ein stündlicher Halt des schnellen IRE Stuttgart-Lindau in Amstetten diskutiert. Amstetten wird seit letztem Jahr nur noch mit langsamen RB-Zügen bedient. "Das ist aus lokaler Sicht sehr ärgerlich. Ein IRE-Halt ist aber keine Lösung", sagte der Landesvorsitzende von PRO BAHN Baden-Württemberg e. V.

Wegen leidvoller Erfahrungen mit der Fahrplanstabilität, nicht nur im Filstal, sind aus Fahrgastsicht stabile Fahrpläne wichtiger als mehr Zughalte oder schnellere Fahrzeiten. "Ein verlässlicher Fahrplan braucht auch Reserven. Die in den letzten Jahren spürbar höhere Nachfrage hat bereits alle Fahrplanreserven aufgezehrt. Der Fall Amstetten steht daher beispielhaft für Diskussionen im ganzen Land. Bevor es einen neuen Halt oder eine schnellere Fahrtzeit gibt, muss alles getan werden, damit die Züge pünktlicher werden", sagte Buhl.

Ein zusätzlicher Halt kostet in der Praxis bis zu drei Minuten, was am Ende einer Linie zu vorzeitigen Zugwenden führen kann. Dort bedeutet die Verspätung dann einen kompletten Zugausfall. Beim IRE Stuttgart--Lindau enden die Züge wegen hoher Verspätungen oft schon in Friedrichshafen. Die Weiterreise ins Allgäu und nach Vorarlberg ist dann massiv erschwert. Ein Mittel für mehr Fahrplanstabilität wäre aus Sicht von PRO BAHN, verbreitet wieder den bewährten "Schaffner" mitfahren zu lassen. Selbst in langen Doppelstockzügen fährt oft kein Zugbegleiter mehr mit. Der Schaffner sollte nicht nur Fahrkarten kontrollieren ("Kundenbetreuer im Zug"). Er sollte vor allem für die pünktliche Abfahrt der Züge sorgen. "Ein lauter Pfiff mit der Trillerpfeife hat segensreiche Wirkung für die Pünktlichkeit", sagte Buhl abschließend.

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letzte Aktualisierung: 21.11.2017