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14.05.2019

PRO BAHN zu den Fahrzeug- und Personalreserven

Baden-Württemberg lässt DB Regio Ersatzflotte aufbauen

Stuttgart (pb) - Der Fahrgastverband PRO BAHN Baden-Württemberg e.V. begrüßt die Initiative des Verkehrsministeriums, zukünftig zusätzliche Züge als Reserve und für Sonderverkehre sowie Personal für kurzfristige Engpässe bereitzuhalten.

"Immer wieder fallen Zugfahrten aus, weil entweder der Zug oder das Personal kurzfristig nicht einsatzbereit sind," so Matthias Beß, Pressesprecher des Verbandes. "Fahrgäste benötigen jedoch einen durchgehenden, zuverlässigen Betrieb auch in kritischen Phasen."

"Die Vorhaltung eines Ersatz-Fahrzeugpools ist somit ein entschlossener Schritt in die richtige Richtung", lobt Beß. "Beim Thema Öffentlicher Mobilität muss wieder eine 100-Prozent-Mentalität Einzug halten, da sich kaum ein Fahrgast mit weniger zufriedengeben kann. Dazu ist auch eine Reserve bei Material und Personal vonnöten, sowie eine unternehmensübergreifende Zusammenarbeit."

Beß sieht darin Forderungen seines Verbandes erfüllt: "Fahrgäste plagen sich seit langem landauf, landab mit Zugausfällen herum, die nicht selten vermeidbar sind, und mit überfüllten Zügen bei Großveranstaltungen von Fußball bis Volksfest. Hier zieht sich das Verkehrsministerium mal die Schuhe der Fahrgäste an und bestellt die wichtigen Details, die sonst oft übersehen werden. Das darf dann auch etwas kosten."

Da die Eisenbahnwelt durch die Ausschreibungen immer mehr zersplittert, kann es sinnvoll sein, wenn an großen Knoten Personalreserven zentral organisiert werden und jeder darauf zurückgreifen kann. An kleineren Einsatzstellen muss die Reserve durch die Auftragnehmer organisiert und in den Verkehrsvertrag eingepreist werden.

PRO BAHN Baden-Württemberg kritisiert allgemein, dass bei der Fahrzeugplanung viel zu kurzfristig und kurzsichtig vorgegangen wird. Viele Zugausfälle, in größerem Umfang zuletzt im Allgäu, sind auf zu wenig Reserven beim Rollmaterial zurückzuführen. Gleichermaßen wird die politische Zielsetzung, den Öffentlichen Verkehr bis zum Jahr 2030 zu verdoppeln, in den aktuellen Ausschreibungen, die diesen Zeitraum bereits abdecken, fahrzeugseitig überhaupt nicht abgebildet.

Kontakt:

Dr. Matthias Beß, Pressesprecher PRO BAHN Baden-Württemberg, Tel. 01575/4189939, bess@pro-bahn-bw.de
Stefan Buhl, Vorsitzender PRO BAHN Baden-Württemberg, Tel. 0170/3077110, buhl@pro-bahn-bw.de

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letzte Aktualisierung: 14.05.2019