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21.08.2019

PRO BAHN zu den zahlreichen Streckensperrungen bei der Bahn

Wo bleibt das kundenfreundliche Bauen der Bahn?

Stuttgart (pb) - Im Sommer packt die Deutsche Bahn die ganz große Baustellen-Keule aus. Selbst wichtige Hauptstrecken wie Gäu- und Frankenbahn bleiben nicht von Vollsperrungen verschont. Vermeidbar ist nicht alles, aber die Einschränkungen für die Fahrgäste müssen deutlich verringert werden. Ansonsten droht dem Schienenverkehr ein dauerhafter Akzeptanzverlust.

Die unflexible Infrastruktur ist einer der Gründe, warum oftmals ein viel längerer Abschnitt als eigentlich betroffen gesperrt werden muss. Dringend notwendig sind deswegen mehr Weichenverbindungen bei zweigleisigen Strecken und zusätzliche Signale, um ohne betriebliche Einschränkungen das „falsche“ Gleis befahren zu können. „Das sogenannnte robuste Bauen muss unbedingt in den Katalog förderfähiger Maßnahmen im Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) aufgenommen werden, um endlich für überschaubare Beträge ein wesentlich flexibleres Schienennetz (wieder-)zubekommen“, so die Forderung von Stefan Buhl, Landesvorsitzender des unabhängigen Fahrgastverbands PRO BAHN Baden-Württemberg. Davon profitiere der Schienenverkehr auch bei sonstigen Betriebsstörungen, so Buhl weiter.

Natürlich hat eine Vollsperrung den Vorteil, dass die Einschränkungen für den Bahnbetrieb insgesamt kürzer sind. „Dieser Vorteil muss aber durch kürzestmögliche Bauzeiten auch an die Fahrgäste weitergegeben werden“, so die Forderung von Stefan Buhl. Bei allem Verständnis für die Anwohner: Wenn Hauptstrecken voll gesperrt werden, muss auch nachts gebaut werden, um die Bauzeit zu minimieren. Baulärm für eine sehr begrenzte Zeit muss dann auch mal hingenommen werden, zumal auch regelmäßig ohnehin mobile Schallschutzwände aufgebaut werden. Hier sind Gesetzgeber und Genehmigungsbehörden aufgefordert, sinnvolle Lösungen zu finden, die eben auch die Belange der Fahrgäste berücksichtigen.

Kontakt:

Dr. Matthias Beß, Pressesprecher PRO BAHN Baden-Württemberg, Tel. 01575/4189939, bess@pro-bahn-bw.de
Stefan Buhl, Vorsitzender PRO BAHN Baden-Württemberg, Tel. 0170/3077110, buhl@pro-bahn-bw.de

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letzte Aktualisierung: 20.10.2019