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26.08.2004

Ferienfahrplan erschwert Marketing von Fremdenverkehrs- und Tourismusverbänden

Angebotsreduzierung im Schienenverkehr trifft auch den Tourismus

Kirchheim, 26.08.04, JS - Am 6. Juli 2004 hat der neue baden-württembergische Verkehrsminister Stefan Mappus -damals noch als Staatssekretär- der Öffentlichkeit mitgeteilt, dass neben der dauerhaften Streichung von einzelnen Zügen auf vielen Strecken in den Sommer- und Weihnachtsferien ein sogenannter Ferienfahrplan mit deutlich ausgedünnten Zugangeboten eingeführt wird.

Nach Angaben von Josef Schneider, Landesvorsitzender des Fahrgastverbandes PRO BAHN, sind davon unter anderem die Linie Osterburken-Miltenberg, Eppingen-Steinsfurt, Tübingen-Horb, Karlsruhe-Stuttgart, Stuttgart-Heilbronn, Stuttgart-Aalen und Aalen-Nördlingen betroffen. Auf einigen dieser Linien wird der Fahrplan auf einen 2-Stunden-Takt ausgedünnt, teilweise verkehren die Züge in den Ferien zu völlig anderen Zeiten als während der Schulzeit.

"Damit wird es wesentlich erschwert, den öffentlichen Verkehr als umweltfreundliche Alternative im Tourismus zu etablieren", kritisiert Schneider die angekündigten Streichungen. "Feste und regelmässige Abfahrtszeiten sind insbesondere für den ortsunkundigen Touristen ein wichtiges Entscheidungsmerkmal bei der Wahl seines Verkehrsmittels und ein wichtiges Argument bei allen Marketingmaßnahmen", so der Fahrgastvertreter. "Wer sich erst mit Fußnoten und Ausnahmeregelungen in komplizierten Fahrplantabellen beschäftigen muss, wird häufig gleich auf seinen PKW ausweichen."

Nach Meinung von PRO BAHN wird durch die geplanten Kürzungen der als Wachstumsmarkt erkannte Freizeitverkehrs entgegen allen Zielen der Landesregierung vernachlässigt. Der Fahrgastverband befürchtet dadurch einen wieder deutlich zurückgehenden Marktanteil des Schienenverkehrs und damit eine Landesverkehrsministerium auf, sein Angebotskonzept noch einmal zu überdenken und gemeinsam mit Fahrgast- und Tourismusverbänden nach anderen Möglichkeiten zur Kosteneinsparung zu suchen.

Verantwortlich für den Inhalt:

Josef Schneider, Vorsitzender Pro Bahn-Landesverband Baden-Württemberg

Kontakt: Wolfgang Staiger 0711 / 11260138
Josef Schneider 0160 / 7025154

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letzte Aktualisierung: 02.05.2017