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RV Region Stuttgart

29.11.2006

UA Neuordnung der S-Bahn-Linien ja - aber keine Kreislinien Stuttgart

Stuttgart 29.11.06 (pb) - PRO BAHN Stuttgart zeigt sich offen für eine Neuordnung der S-Bahn-Linien. Die von den Freien Wählern im Kreis Esslingen vorgeschlagenen Linienführungen mit Anfang- und Endbahnhof innerhalb desselben Kreises lehnt Pro Bahn aber ab. "Niemand fährt von Esslingen über Stuttgart HBF auf die Filder", merkte der Mediensprecher Ulrich Arndt von Pro Bahn Stuttgart am Mittwoch in Stuttgart an.

PRO BAHN, der unabhängige Verband von Nutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs, sieht wegen der Neuen Messe sowie geänderten Mobilitätsbedürfnissen hinreichenden Anlass für Überlegungen, die S-Bahn-Linien neu zu sortieren. "Die bisherige Linienstruktur stammt noch aus den 1970er Jahren, den Urzeiten des S-Bahnnetzes", sagte der Mediensprecher von PRO BAHN am Mittwoch in Stuttgart. Inzwischen nimmt die Zahl der Pendler über die Kreisgrenzen und auch über die Landeshauptstadt hinweg zu. Deshalb sind Fragen der Linienführung für komfortables Reisen innerhalb des Verkehrsverbundes eminent wichtig. "Diese Fragen müssen aber allein an verkehrlichen Aspekten ausgerichtet werden", erwiderte Ulrich Arndt auf den Vorschlag der Freien Wähler aus dem Kreis Esslingen. Diese regten an, die S 1 von Plochingen auf die Filder statt nach Herrenberg zu führen. Der Herrenberger Linienast sollte demnach durch eine Anbindung an die S-Bahn Linie 6 nach Weil der Stadt bedient werden. Die damit verbundene Führung "im Kreis" - von der Linienführung wie auch an Hand politischer Kreisgrenzen - ist verkehrstechnisch aber sinnlos. Vielmehr kommt es nach PRO BAHN darauf an, möglichst viele umsteigefreie Verbindungen zu schaffen. ÖPNV-Kunden aus dem Raum Esslingen sind mit dem Schnellbus schneller am Flughafen als mit einer S-Bahn, die erst nach Stuttgart hinein fahren muss. Ferner ist zu beachten, dass die meisten Pendler in die Gewerbegebiete um Böblingen fahren müssen.

Die Kapazitätsprobleme im Bereich Messe / Flughafen lassen sich nur durch eine Ausweitung des Angebots lösen. "Dies wird Geld kosten, das muss man ganz klar sagen", betonte der Mediensprecher von PRO BAHN, Ulrich Arndt. Da hier aber langfristig zu handeln ist, wie die bereits begonnene Ausschreibung für den S-Bahn-Betrieb 2012 belegt, fordert PRO BAHN eine baldige und intensive Diskussion über die Linienführung. Mit den neuen Strecken der S 60 und nach Kirchheim / Teck drängt sich dieses Thema nun erst Recht auf. Pro Bahn regt an, mittelfristig auch den nordwestlichen Raum der Region an die Filder anzubinden. "Die eingestellten Untersuchungen zur Stadtbahn von Korntal auf die Filder dürfen aus Fahrgastsicht nicht das Ende, sondern müssen der Beginn einer breit angelegten Diskussion über die Bedürfnisse der Fahrgäste in der Region Stuttgart sein", so Arndt abschließend.

Für Nachfragen: Mediensprecher Ulrich Arndt, Tel. 0174 2900753

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letzte Aktualisierung: 27.03.2017