Landesverband Baden-Württemberg PRO BAHN Bundesverband PRO BAHN Bundesverband

Bitte wählen Sie

JahrHerausgeber
 
Enthaltener Text

Pressemitteilungen

RV Bodensee-Oberschwaben

25.01.2007

PRO BAHN: Spürbare Einschnitte im Schienenverkehr - deutlicher Qualitätsverlust im Landkreis Konstanz

In dieser Woche nun wurden die angedrohten Kürzungen im Schienennahverkehr vom Land veröffentlicht. Die Behauptung von Veronika Netzhammer, dass "die Qualität des Angebotes im Schienenverkehr weitgehend erhalten bleibe", sieht Stefan Buhl, Vorsitzender des PRO-BAHN-Regionalverbands Bodensee-Oberschwaben dabei als blanken Hohn.

Es sind keineswegs nur Züge in Tagesrandlagen, die gestrichen wurden. Gerade erst wurde der Halbstundentakt auf der Linie Schaffhausen-Singen auch auf das Wochenende ausgedehnt (ohne finanzielle Beteiligung des Landes), da ist es mit dem Halbstundentakt auch schon wieder vorbei, und zwar während der ganzen Woche. Auf dieser Linie werden über 60 % der S-Bahn-Verbindungen gestrichen, die Zeiten des Schüler- und Berufsverkehrs werden dabei reichlich eng definiert. "Gerade erst wurde ein Kombi-Ticket eingeführt, mit denen man die Tarifverbünde des Landkreises Konstanz und des Kantons Schaffhausen gemeinsam nutzen kann, und ein knappes halbes Jahr später sperrt man die Pendler wieder aus. Schon um 18 Uhr ist es wieder vorbei mit dem Rest-Halbstundentakt, was für Pendler in die Schweiz viel< zu früh ist", erklärt Stefan Buhl vom Regionalverband Bodensee-Oberschwaben von PRO BAHN.

"Gewisse Kürzungen sind auch für uns nachvollziehbar. Wir wissen auch, dass auf dieser Strecke zu manchen Zeiten recht wenig los ist. Aber ein Fahrplanangebot auf dem Niveau des Seehäsle, also ein Stundentakt mit Halbstundentakt am frühen Morgen und nachmittags müsste ein akzeptabler Kompromiss sein", so Stefan Buhl.

Auch die Streichung des Seehas um 19.51 ab Konstanz betrifft nicht gerade eine Fahrlage "spät am Abend". Entsprechendes gilt für die wegfallende Möglichkeit, um 20.18 Uhr noch von Stuttgart an den Bodensee zu kommen. Der ICE um 20.04 ist nur bedingt eine Alternative, weil dieser Zug natürlich weit weniger Unterwegshalte bedient, zum anderen in Stuttgart nicht alle wichtigen Anschlüsse mitnimmt, besonders den ICE aus Dortmund/Mannheim.

"Es ist schon ein wenig befremdlich, für wie bedeutsam die Landesregierung Stuttgart 21 erachtet, wenn gleichzeitig deutlich wird, dass sie offensichtlich kein Interesse am Regionalverkehr hat", so Stefan Buhl.

Verantwortlich für den Inhalt:

Stefan Buhl, Vorsitzender PRO BAHN Baden-Württemberg, Regionalverband Bodensee-Oberschwaben

Kontakt: Stefan Buhl, Tel. 07732/950869 oder 0170/3077110

PDF

letzte Aktualisierung: 27.03.2017