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RV Bodensee-Oberschwaben

03.10.2007

PRO BAHN zu den Änderungen auf der Schwarzwaldbahn

Radolfzell, 03.10.07, BU - Katastrophal ist nicht die Kürzung eines Spätzuges; katastrophal ist die Unwissenheit der Abgeordneten Hoffmann und Netzhammer.

Der Landtag hatte die Möglichkeit, die zum 10.06.07 umgesetzten teilweise massi-ven Kürzungen im Nahverkehr noch abzuwenden. Es ist nicht bekannt, dass die beiden Abgeordneten des Landkreises Konstanz, denen die Schwarzwaldbahn nun so am Herzen liegt, von ihrem Recht auf freie Mandatsausübung Gebrauch gemacht hätten. Stattdessen haben sie munter die Mär der fehlenden finanziellen Mittel, die die Landesregierung durch den Stuttgart-21-Entscheid nachdrücklich widerlegt hat, ohne nachzudenken übernommen.

Erst nach entsprechender Berichterstattung in der Presse hat beispielsweise Veronika Netzhammer die negativen Folgen ihres Tuns eingesehen, wenngleich auch ohne irgendwelche Konsequenzen zu ziehen.

Es erstaunt auch, dass der Allensbacher Bürgermeister Kennerknecht "noch selten ... eine so drastische Verschlechterung erlebt" habe. Da hätte er beim "kleinen" Fahrplanwechsel zum 10.06. dieses Jahres im Land einfach ein wenig die Augen aufmachen sollen. Bei der nun beabsichtigten "drastischen Kürzung" geht es um einen einzelnen IRE, bei dem in Allensbach durchschnittlich zwei Fahrgäste aus- und null Fahrgäste einsteigen. Gleichzeitig wird auch der Kurz-IRE, der zukünftig um 19.42 Uhr von Konstanz nach Singen fährt, in Allensbach halten, wie seit Dezember 2006 auch alle anderen IREs.

Nicht katastrophal, sondern ärgerlicher Wermutstropfen für unsere Region ist die Umschichtung der Zugkilometer auf der Schwarzwaldbahn. Dass keine zusätzlichen Leistungen bestellt werden können, ist nicht zuletzt den Abgeordneten Netzhammer und Hoffmann, die nun gegen die Folgen ihres Tuns kämpfen, zu verdanken.

Die Streichung des Spät-IREs auf dem Abschnitt Villingen-Konstanz an Werktagen ist natürlich eine Verschlechterung. Diese Kürzung ist jedoch Bestandteil eine Maß-nahmenpaktes, mit der das Angebot deutlich besser an die erfreulich hohe Nachfrage angepasst werden soll.

Der neue Seehas um 20.33 Uhr ab Singen bietet beispielsweise auch für Fahrgäste aus Gottmadingen noch eine weitere attraktive Fahrmöglichkeit am Abend nach Konstanz; und das Seehasangebot um 20.51 Uhr ab Konstanz ist gerade für Einzelhandelsbeschäftigte äußerst wertvoll. Allein diese Verbesserungen (es sind nicht die einzigen) sind aus unserer Sicht weit gewichtiger als die Streichung des IRE von Villingen bis Konstanz an Werktagen.

Für PRO BAHN zeigen die Änderungen, dass seitens der DB und der NVBW die Bereitschaft vorhanden ist, auf auftretende Probleme kurzfristig mit sinnvollen Anpassungen im Interesse der ganz überwiegenden Mehrheit zu reagieren.

Verantwortlich für den Inhalt:

Stefan Buhl, Vorsitzender PRO BAHN Baden-Württemberg, Regionalverband Bodensee-Oberschwaben

Kontakt: Stefan Buhl Tel. 07732/950869 oder 0170/3077110

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letzte Aktualisierung: 27.03.2017