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02.02.2008

PRO BAHN fordert Verbesserungen im Reisekomfort

Bedürfnisse der Reisenden sollen auch im Nahverkehr ernst genommen werden

Bedürfnisse der Reisenden sollen auch im Nahverkehr ernst genommen werden.

Die Fahrt wird zur Tortur

Die Fahrt in manchen modernen Triebwagen der deutschen Bahn kann zur Tortur werden - diese Klagen erreichen den Fahrgastverband Pro Bahn immer öfters. Der besonders kritisierte Zug der Baureihe 425 verkehrt unter anderem zwischen Stuttgart und Heidelberg, Karlsruhe oder Ulm. Es handelt sich zwar um ein modernes, spurtstarkes Fahrzeug. Damit kann der Zug gegenüber älteren Fahrzeugen den Fahrplan oft leichter einhalten und kleine Verspätungen aufholen. Es fehlt aber an Allem, was das Reisen angenehm macht. "Nicht einmal in der 1. Klasse gibt es Armlehnen", so der Sprecher von PRO BAHN, Ulrich Arndt, am Montag in Stuttgart. Die Sitze sind knochenhart und steil. Ein großes Manko ist die geringe Anzahl an Toiletten, wobei sich hier die Mehrzahl verbietet: Es gibt nur eine einzige Toilette im gesamten Zug. "Die ist nach den Erfahrungen vieler Reisender häufig verstopft und nicht nutzbar"", so Ulrich Arndt weiter.

Nachrüstung und andere Einsatzgebiete

Pro Bahn fordert deshalb Abhilfe. "Die Züge müssen mit Armlehnen und weicheren Polstern nachgerüstet werden", sagte Ulrich Arndt. Doch damit ist es nicht getan. PRO BAHN fordert, diese Züge nicht mehr im lang laufenden Regionalexpress einzusetzen. "Es handelt sich um Züge, die ursprünglich für den S-Bahnverkehr gebaut wurden", so Arndt. PRO BAHN möchte deshalb diese Triebzüge auch nur noch im kurz laufenden Nahverkehr ("Regionalbahn") einsetzen. Nur noch auf der Strecke Stuttgart-Rottweil und -Freudenstadt ist solch ein Regionalexpress-Einsatz akzeptabel, weil hier eine Flügelung der Züge erfolgt. Das geht nur mit diesen Triebwagen.

Blickwinkel auf Fahrgastbedürfnisse lenken

"Langfristig müssen aber die Fahrgastinteressen und nicht die kalte Wirtschaftlichkeitsberechnung im Vordergrund stehen", so Arndt weiter. Adressat dieses Appells sind die DB AG und das Land als "Käufer" der Nahverkehrsleistungen. Viele modernen Fahrzeuge sind heutzutage nämlich so ausgerichtet, dass möglichst viele Menschen mit geringen Unterhaltskosten transportiert werden können. Das Ergebnis sind Waggons, die spartanisch ausgestattet sind. Abteile gibt es nicht mehr, da sie zu viel "Leerraum" enthalten.

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letzte Aktualisierung: 02.05.2017