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Landesverband

09.10.2008

Weiterhin nur Verwaltung des Mangels - Landesregierung hat kein langfristiges Konzept für den Schien

Keine wesentlichen Verbesserungen im Jahresfahrplan 2009

Mit dem Jahresfahrplan 2009, der auf den regionalen Fahrplankonferenzen bei den Industrie- und Handelskammern in ganz Baden-Württemberg vorgestellt wurde, sind keine wesentlichen Verbesserungen verbunden. Mit dem Stopfen jeder Lücke, die durch die Kürzungen bei der Bestellung von Zugleistungen entstanden ist, tun sich gleichzeitig an anderen Stellen neue Löcher auf.

Die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW), die für das Land die Zugleistungen im Regionalverkehr bestellt, tut ihr Bestes, um den durch die Politik vorgegebenen Mangel zu verwalten. Wegen der strikten Weigerung der Landesregierung, die Kürzungen des Bundes bei den Regionalisierungsmitteln auch nur zu einem ganz geringen Teil aus eigenen Mitteln auszugleichen, muss jeder einzelne Zugkilometer, der an einer Stelle an-geboten wird, an anderer Stelle wieder eingespart werden.

Das Ziel eines ausgeglichenen Landeshaushalts wird auch vom Fahrgastverband PRO BAHN als sinnvoll akzeptiert. Das muss die Landesregierung aber nicht davon abhalten, zuerst die Folgen ihres Tuns zu überdenken und dann zu handeln. Im Schienenverkehr ist das Gegenteil passiert: zuerst wurden die Einsparungen beschlossen, dann staunte die Politik über die Wirkungen. Bereits im laufenden Fahrplan wurden zwar ein paar der schlimmsten Löcher wieder gestopft, aber das war nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Auch mit dem Fahrplanjahr 2009 wird der Mangel nur verwaltet und weitergewurstelt.

Es fehlen lediglich 5 - 10 Millionen Euro jährlich, um den Schienennahverkehr in Baden-Württemberg auf dem gewohnten überwiegend guten Niveau halten zu können. Dazu müsste sich die Landesregierung aber auch einmal darüber klar werden, wie sie sich die Zukunft im Schienenverkehr vorstellt. Während in der Schweiz bereits über das Fahrplanjahr 2018 und die Auswirkungen des Ausbaus des Züricher Hauptbahnhofs auf entfernte Regionallinien nachgedacht wird, fehlt in Baden-Württemberg jegliche Vorstellung davon, wie das Angebot in den Jahren 2015 oder 2020 aussehen soll.


Kontakt: Stefan Buhl, Tel. 0170/3077110

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letzte Aktualisierung: 02.05.2017