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11.02.2009

PRO BAHN zu den verkürzten Öffnungszeiten der DB-Reisezentren

Die DB AG schaut nur auf die Bilanz

(pb) Stuttgart - Mit harter Kritik reagierte PRO BAHN, der unabhängige Fahrgastverband, auf die am Mittwoch bekannt gewordenen Pläne der DB AG, ihre Reisezentren an Wochenenden zu schließen oder dort nur verkürzte Servicezeiten anzubieten. PRO BAHN sieht darin einen weiteren Beleg, dass das DB-Management unverbesserlich nur kurzfristig auf die Bilanzen und nicht langfristig auf Kunden-bedürfnisse achtet. Abhilfe ist nur durch ein Gegensteuern der Politik möglich. Ferner sind kreative Lösungen vor Ort gefordert.

Kurzfristige Bilanzpolitik

Stefan Buhl, der Landesvorsitzende von PRO BAHN in Baden-Württemberg, sieht in den nun bekannt gewordenen Schließungsplänen die Fortsetzung der Diskussion um den Bedienzuschlag. "Die Selbstverständlichkeit eines Fahrkartenkaufs gilt bei der DB AG nur als Kostenstelle, Kosten müssen reduziert werden, also wird der Service reduziert - das ist Management mit dem Holzhammer", rügte Buhl die seiner Ansicht nach einfallslose Politik der DB AG.

Handlungsbedarf für die Bundespolitik

Ärgerlich ist aus Sicht von Pro Bahn, dass damit langfristig das Verkehrsmittel Schiene geschwächt wird. "Wenn Kunden so gehindert werden, das Angebot der Bahn zu nutzen, fahren sie weniger Bahn. Kein Kaufhaus käme auf die Idee, den Kundenkontakt dermaßen zu erschweren", sagte Buhl. "Da es hier somit um die Daseinsvorsorge geht, muss der Bund als Eigentümer genauso seinen Einfluss geltend machen, wie er es nun im Rahmen der Konjunkturpakete bei den Banken macht. Bei der Finanzpolitik setzt sich auch beim Bund die Erkenntnis durch, dass langfristiges Handeln dem Gemeinwesen nützlicher ist. Beim Staatskonzern DB AG ist das nicht anders", so Buhl.

Regionale Abhilfe

PRO BAHN steht für kreative Lösungen vor Ort zur Verfügung. Denkbar sind Kooperationen mit Reisebüros in gemeindeeigenen Räumen. Auch die Landesregierung ist gefordert, ihren Einfluss auf den größten Empfänger von Landesgeldern für den Nahverkehr geltend zu machen.

Kontakt:

Stefan Buhl, Vorsitzender PRO BAHN Baden-Württemberg, Tel. 0170/3077110
Ulrich Arndt, Pressesprecher PRO BAHN Baden-Württemberg, Tel. 0177/2869260

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letzte Aktualisierung: 27.03.2017