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Pressemitteilungen

RV Bodensee-Oberschwaben

23.02.2009

Pressemitteilung zur Fahrplankonferenz am 5.3.2009 in Ulm

PRO BAHN: Konjunkturprogramm für Lückenschluss im Regionalbahnverkehr zwischen Biberach und Aulendorf einsetzen

Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert Verkehrsstaatssekretär Rudolf Köberle (CDU) und die Landtagsabgeordneten Peter Schneider (CDU) und Eugen Schlachter (Grüne) auf, die Mittel des Konjunkturprogramms für den Lückenschluss im Regionalbahnverkehr zwischen Biberach und Aulendorf einzusetzen. Zur Erinnerung: Aufgrund der Kürzungen der Regionalisierungsmittel wurden auf diesem Teilstück der Südbahn zum 10.6.2007 die meisten Regionalbahnen gestrichen, was zu einer faktischen Teilung des Regionalbahnverkehrs in eine Nordhälfte Ulm - Biberach und in eine Südhälfte Aulendorf - Friedrichshafen geführt hat.

Die wirtschaftliche Entwicklung entlang der Südbahn finde zunehmend genau in den nur mit Regionalbahnen erreichbaren "kleineren" Haltepunkten wie beispielsweise Warthausen/Biberach-Nord und Schemmerberg auf der Nordhälfte der Südbahn oder Niederbiegen und Weingarten auf der Südhälfte statt, so der PRO BAHN-Vorsitzende Stefan Buhl. Die schnellen Regional-Express-Züge fahren hier durch. Die dort aus dem Boden sprießenden, zahlreichen Gewerbe- und Industriebetriebe seien deshalb aufgrund der Lücke zwischen Biberach und Aulendorf für viele Berufspendler über die Kreisgrenze hinweg mit der Bahn schlecht bis gar nicht erreichbar. Der Lückenschluss würde nach Ansicht von Buhl zu einer Stärkung der Nahverkehrsinfrastruktur führen und damit das Ziel des Konjunkturprogramms, die Sicherung der Beschäftigung, nachhaltig unterstützen.

Buhl bittet die Abgeordneten in diesem Zusammenhang auch, sich nochmals die grundlegende Fehlkonstruktion vor Augen zu führen, den Regionalbahnverkehr der Südbahn zwischen Ulm und Friedrichshafen auf zwei verschiedene Betreiber, nämlich die DB-Tochter RAB und die kreiseigene Bodensee-Oberschwaben-Bahn (BOB) aufzuteilen.

Spätestens mit der Elektrifizierung der Südbahn sollte der Regionalbahnverkehr nach Ansicht von Buhl von Ulm bis Friedrichshafen wieder durchgängig betrieben werden. Der Inselbetrieb Ulm - Biberach und Aulendorf - Friedrichshafen mit einer 25 km langen Lücke dazwischen sei der Öffentlichkeit bereits heute nicht vermittelbar, auf der durch die Elektrifizierung deutlich aufgewerteten Südbahn wäre das noch viel weniger der Fall.

Ebenso bittet PRO BAHN die Abgeordneten, die vorgezogene Anhebung der Höchstgeschwindigkeit der Südbahn zwischen Ulm und Biberach auf 160 km/h zu unterstützen und hiermit nicht, wie geplant, bis zur Elektrifizierung im Jahr 2013 zu warten. Die Südbahn wurde im Zuge der laufenden Bauunterhaltung zwischen Ulm und Biberach bereits weitgehend für eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h ausgebaut, die bereits heute auf dieser Strecke eingesetzten Diesel-Triebwagen der Baureihe 611 sind ebenfalls für diese Höchstgeschwindigkeit ausgelegt.

Kontakt: Stefan Buhl, Vorsitzender PRO BAHN Regionalverband Bodensee-Oberschwaben, Tel. 0170/3077110

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letzte Aktualisierung: 27.03.2017