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15.05.2009

PRO BAHN zu Angebotserweiterungen bei den Nahverkehrszügen

Besser spät als nie

(pb) Stuttgart PRO BAHN, der unabhängige Fahrgastverband, begrüßt die von der Landesregierung angekündigten Mehrleistungen im Nahverkehr. Damit werden die Streichungen aus dem Jahr 2007 in einer weiteren Runde nochmals teilweise zurück genommen.

Im Jahr 2007 kürzte der Bund die Regionalisierungsmittel. Mit diesen Geldern müssen die Länder bei den Bahnunternehmen deren Zug-Leistungen bezahlen. Das Land Baden-Württemberg hat, im Gegensatz zu anderen Bundesländern, die Kürzungen nicht abgefedert, sondern schlicht Züge beim Auftragnehmer DB Regio abbestellt. Nach heftigen Protesten, gerade auch von PRO BAHN, gab es letztes Jahr eine erste leichte Rücknahme dieser Kürzungen. Nun sollen weitere Leistungen wieder zusätzlich bestellt werden.

Im Wesentlichen geht es um folgende Maßnahmen:

- Aufstockung einiger Züge um einen Wagen.

- Schließung einiger besonders eklatanter Taktlücken

- Aufhebung des Ferienfahrplans oder Verstärkung des Berufsverkehrs auf ausgewählten Strecken

"Das ist sehr mühsam", kommentierte Stefan Buhl, der Landesvorsitzende von PRO BAHN Baden-Württemberg, die Verbesserungen. "Wir begrüßen die Bemühungen der Landesregierung. Wir stellen aber auch ein eklatantes Missverhältnis fest: Einerseits dauert es Jahre, bis die - in absoluten Zahlen verhältnismäßig geringen - Kürzungen mit ihren starken Auswirkungen auf das Fahrplangefüge rückgängig gemacht werden. Andererseits schaut die Landesregierung bei anderen Politikfeldern nicht so sehr auf jeden Cent."

Ein Vergleich drängt sich aktuell auf: Ein Kilometer pro Zug und Tag kostet etwa 8,50 Euro. Beim neuen Vorstand der landeseigenen LBBW hingegen hält sich die Landesregierung nicht mal an ihr selbstverordnetes Gehaltslimit von 500.000 Euro jährlich.

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letzte Aktualisierung: 21.11.2017