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Gestern fand mit Polit-Prominenz die „Eröffnung“ des renovierten Reisezentrums im Mannheimer Hauptbahnhof statt, ab heute dürfen auch die normalen Fahrgäste das Reisezentrum benutzen.
Nachdem DB Fernverkehr in den letzten Jahren bundesweit mehr durch Schließungen von Reisezentren Schlagzeilen gemacht hat, freuen wir uns jetzt natürlich und wünschen dem Reisezentrum Mannheim viel Erfolg und ein langes Bestehen.
(jb)
Die Hermann-Hesse-Bahn Calw — Weil der Stadt ist ein schwieriges, aber letztlich gelungenes Beispiel für eine Streckenreaktivierung in Baden-Württemberg, der Fahrgast hatte in Heft 2/2026 einen ausführlichen Artikel dazu. Doch seit gestern ist die Technik zur Fledermausvergrämung gestört und deshalb wurde in den beiden betroffenen Tunneln Langsamfahrt angeordnet. Dadurch können die Fahrzeiten nicht mehr eingehalten werden und in den Tagesrandlagen kann nur noch ein eingeschränkter Notfahrplan gefahren werden.
Nachtrag (04.09.2026):
Die Technik funktioniert anscheinend wieder, denn ab dem 05.09.2026 darf wieder ohne Beschränkung der reguläre Fahrplan gefahren werden.
(jb)
Die Badische Zeitung meldet in ihrer heutigen Ausgabe den Planungsstopp für die Reaktivierung der Bahnlinie zwischen Freiburg und Colmar. Grund dafür seien die angespannten Haushaltslagen auf beiden Seiten der Grenze und der hohe Sanierungsbedarf.
Die Bahnlinie Freiburg — Colmar wurde 1878 eröffnet. 1945 wurde beim deutschen Rückzug dann die Eisenbahnbrücke über den Rhein bei Breisach gesprengt und seither nicht wieder aufgebaut. Seit vielen Jahren bemüht sich der deutsch-französische Verein Trans-Rhin-Rail um die Reaktivierung dieser Bahnverbindung. 2019 wurde die Bahnlinie sogar explizit im „Aachener Vertrag“ genannt, mit der Umsetzung haperte es aber von Anfang an. Vor allem auf französischer Seite sind erhebliche Investitionen nötig, aber auch auf deutscher Seite müsste die Breisacher Bahn weiter ausgebaut werden, was bei der Elektrifizierung vor ein paar Jahren leider versäumt wurde.
(jb)
Ende Juli jährte sich ein folgenschwerer Bahnübergangsunfall in Kleinsteinbach zum zwanzigsten Mal. In der Folge dieses Unfalls wurde damals für alle Züge eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h verhängt, an der sich bis heute nichts geändert hat. Wir erinnern auf einer Themenseite daran.
(jb)
Der PRO BAHN Regionalverband Mittlerer Oberrhein und Südpfalz hat eine Stellungnahme zur laufenden Raumverträglichkeitsprüfung der Neubaustrecke Mannheim — Karlsruhe abgegeben. Darin wird die von DB InfraGO entwickelte Antragstrasse R4 befürwortet.
(jb)
Ab dem kommenden Montag (20.07.26) wird wieder einmal die Stuttgarter S-Bahn-Stammstrecke gesperrt. Diesmal dauert die Sperrung sogar noch deutlich länger als in den letzten Jahren, nämlich rund acht Wochen. Wie gewohnt werden die Fahrgäste zwischen Stuttgart-Vaihingen und Hauptbahnhof mit vielen schönen Worten auf wenige Regionalbahnen über die Panoramastrecke und Busse oder die Straßenbahn verwiesen.
Da diese Sperrung ja bei weitem nicht die erste ist, fragt sich der gestresste Fahrgast natürlich, ob denn bei den vielen Baustellen keinerlei Koordination erfolgte? Noch viel mehr ist die Frage, wie denn solche Baustellen gehandhabt werden sollen, wenn in einigen Jahren nach dem Willen der Stadtpolitik der oberirdische Hauptbahnhof nicht mehr zur Verfügung steht? Schon im „Normalbetrieb“ vergeht wohl kaum ein Tag, an dem nicht einzelne S-Bahnen wegen irgendwelcher Störungen im Tunnel in den oberen Bahnhof einfahren. Nach unserer Meinung ist es längst überfällig, dass sich die Politik von der Vorstellung, auf oberirdische Gleise verzichten zu können, endlich verabschiedet. Zukunftsfähig ist nur ein Stuttgarter Hauptbahnhof mit genügend Gleisen oben und unten.
(jb)
Heute war es dann soweit: In einer groß angelegten Pressekonferenz gaben die DB und die anderen politischen Projektpartner die aktuellen Planungen für die Inbetriebnahme des Stuttgarter Tiefbahnhofs bekannt.

Neben der Hauptfrage, ob dieser Zeitplan denn nun endlich mal eingehalten wird, stellt sich für uns zuerst die Frage, warum die Schaffung eines kürzeren Zugangs zum Querbahnsteig nochmal fast eineinhalb Jahre dauern soll. Die Betondecke über dem Tiefbahnhof ist doch fertig, da könnte man doch auch jetzt schon einen Zugang zum Bahnsteig drüber legen?
Völlig abwegig ist aber unserer Meinung nach die Vorstellung, im Jahr 2032 auf die Gäubahnanbindung und wenig später auf den Kopfbahnhof insgesamt verzichten zu können. Die Gäubahn muss bis zu Fertigstellung einer anderen Verbindung zum Hauptbahnhof weiterhin in den bestehenden Kopfbahnhof geführt werden und der Kopfbahnhof darf auch erst aufgegeben werden, wenn die neuen Anlagen auch in der täglichen Praxis ihre Tauglichkeit bewiesen haben (das wird aber noch eine Weile dauern).
Noch ein paar Links:
Die DB-Präsentation zur Lenkungskreissitzung (daraus ist das obige Bild entnommen)
Die Pressekonferenz (Phoenix)
(jb)
letzte Aktualisierung: 09/2026